Facebook Pixel

Finanzethik und Steuergerechtigkeit

ISBN:
978-3-658-27782-6
Auflage:
1. Aufl. 2020
Verlag:
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
11.12.2019
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
135
Ladenpreis
39,05 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Lieferung in 5-10 Werktagen Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Dieses Buch begründet aus den Perspektiven der Neuropsychologie, der Wirtschaftsethik, der Finanz- und Bankenwissenschaft sowie der Nichtregierungsorganisation Tax Justice Network, warum wir eine (neue) Finanzethik und Steuergerechtigkeit brauchen und wie diese gestaltet sein sollte.
FinanzethikDie Entwicklung der Finanzmärkte in den letzten Jahrzehnten, einschließlich der Finanzkrise 2008, macht eine profunde Erforschung der ihnen zugrundeliegenden Psychologie, einschließlich der Werte und Normen erforderlich. Es werden die Ergebnisse neuropsychologischer Forschung vorgestellt, die das in den Wirtschaftswissenschaften vorherrschende Verhaltensmodell Homo oeconomicus zu Fall bringen müssten. Zudem wird das deutsche Finanzsystem analysiert: Es hat in den letzten beiden Jahrzehnten einen Wandel erfahren und dabei seine Konsistenz verloren, was zu einer Verschlechterung seines Funktionierens führte. Um verantwortliches Handeln zu schaffen, bedarf es ethischer Leitlinien für die verantwortlichen Akteure in Politik und Wirtschaft. Es wird außerdem die Frage erörtert, inwieweit eine Revitalisierung der Sozialen Marktwirtschaft zur Lösung der genannten Probleme beitragen könnte.
Steuergerechtigkeit Die Gleichheit der Besteuerung ist nicht mehr gegeben. Sie orientiert sich längst nicht mehr an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Steuerzahler (Leistungsfähigkeitsprinzip) noch daran, dass die Steuer folgerichtig ausgestaltet ist (Folgerichtigkeitsprinzip). Die Ausnutzung mehr oder weniger legaler „Schlupflöcher“ durch international agierende Privatpersonen und Unternehmen ist heute ein lukratives Geschäftsmodell von Banken, Steuerbüros und Anwaltskanzleien. Der Steuerunterbietungswettbewerb einzelner Staaten trägt wesentlich dazu bei – Stichwort „Steueroasen“ – und führt zu extrem unterschiedlichen Wettbewerbsbedingungen für nationale und internationale Unternehmen. Durch sozialen Vergleich führt das Steuervermeidungsverhalten einzelner außerdem zur Verschlechterung der Steuermoral insgesamt.
Das interdisziplinäre Wissenschaftsteam Finanzethik & Steuergerechtigkeit des Frankfurter Zukunftsrats hat zur Lösung dieser Probleme Lösungsvorschläge und Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft sowie Steuerzahler erarbeitet, die es in diesem Buch vorstellt.
Biografische Anmerkung
Markus Meinzer steht der deutschen Sektion des Tax Justice Network in Marburg vor und ist Mitglied im Netzwerk Steuergerechtigkeit. 
Prof. Dr. Manfred Pohl ist Unternehmenshistoriker, Honorarprofessor am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Gründer/Geschäftsführer des Frankfurter Zukunftsrat e.V. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher als Autor oder Herausgeber, insbesondere zur Geschichte von Unternehmen wie bspw. der Deutschen Bank.