Justiz und Algorithmen.
ISBN:
978-3-428-18106-3
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
20.01.2021
Reihe:
Internetrecht und Digitale Gesellschaft
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
533
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Richterliche Rechtsfindung ist fehleranfällig. Was unspektakulär klingt, belegen neuere empirische Daten eindrucksvoll. Durch Rationalitätsschwächen kann es zu Verzerrungen und jedenfalls dazu kommen, dass sachfremde Aspekte einfließen. Können Algorithmen und »Künstliche Intelligenz« dazu beitragen, dass gerichtliche Entscheidungen »rationaler« werden? Überlegungen zur Automatisierung im Recht sind nicht neu, müssen aber aufgrund neuer technischer Möglichkeiten und Erkenntnisse zur Entscheidungsfindung neu gedacht werden. Eine vollständige Automatisierung scheidet allerdings aus. Einzelfallgerechtigkeit zu gewährleisten, ist in vollautomatisierten Verfahren nicht möglich. Neben technischen sind es zuvorderst verfassungsrechtliche Hürden, die einem solchen Vorhaben Grenzen setzten. Ein Verbot algorithmenbasierter Unterstützungssysteme ist dem Grundgesetz indes nicht zu entnehmen. Sofern es gelingt, den Systemen rechtsstaatliche Funktionsweisen einzuhauchen, können neue Technologien die richterliche Rechtsfindung sinnvoll unterstützen.
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Biografische Anmerkung
David Nink studied law at the Johannes Gutenberg University Mainz from 2009 to 2013. Following the second state examination in 2015, he worked as a research fellow and coordinator of the digitisation programme area at the German Research Institute for Public Administration in Speyer, where he researched and published on public law, in particular on data protection law, legal issues of digitisation and the regulation of new technologies. In spring 2020 he received his doctorate with a thesis supervised by Prof Dr Mario Martini. David Nink works as a lawyer for IT and data protection law in Frankfurt.









