Konformität als soziale Rationalität
ISBN:
978-3-8288-2819-3
Verlag:
Tectum Wissenschaftsverlag
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
31.12.2011
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
354
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Bereits vor der Atomkatastrophe in Fukushima 2011 war mehr als die H�lfte der deutschen Bundesb�rger bereit, einen gegen�ber Atomstrom vergleichsweise h�heren Preis f�r �kostrom zu zahlen. Dennoch konnte f�r das Jahr 2008 nur ein �kostromanteil von 15% am Gesamtstromverbrauch in Deutschland verzeichnet werden. In Internetforen r�tseln User, warum so viele Exemplare der Bild-Zeitung verkauft werden, obwohl es so wenige bekennende Leser gibt. Und die Sexshop-Kette Beate Uhse k�mpft mit einbrechenden Ums�tzen. Dabei sind Homeparties, bei denen Sextoys wie einst Tupperware verkauft werden, der letzte Schrei. Alle drei Beispiele sind ein Hinweis darauf, dass sich der Konsument in der �ffentlichkeit anders verh�lt als im stillen K�mmerlein. In seinem �ffentlichen Leben folgt er sozialen Normen und versucht konform mit den Erwartungen seiner Mitmenschen zu entscheiden, damit seine Bezugsgruppe ihn akzeptiert. Ein Widerspruch zum in der �konomie propagierten Bild des rationalen Akteurs, der stets nur auf die Maximierung seines Nutzens aus ist? Mitnichten! Sarah Meyer-Dietrich zeigt, dass diese Divergenz kein Widerspruch sein muss. Sie entwickelt und testet auf Basis �konomischer, soziologischer und sozialpsychologischer Ans�tze ein Modell �sozialer Hochkosten�: Drohender Ausschluss aus einer Bezugsgruppe kann zu einem immensen Druck f�hren, konformes Gruppenverhalten ist somit Teil der Nutzenmaximierung.









