Küssen
Es gibt den Liebeskuss, den Bruderkuss, den Abschiedskuss, den Filmkuss, den Gutenachtkuss – doch was verbindet alle Arten des Küssens? Küssen ist ein Akt der Kommunikation, sagt Hektor Haarkötter. Ursprünglich küsste nicht die ganze Menschheit, und in vielen Teilen der Erde ist Küssen heute noch verpönt. Küssen ist das Geschenk der indoeuropäischen Kultur an die Welt. In seinem Buch entwickelt Haarkötter aus dieser Geschichte eine kleine Theorie des Küssens: mündliche Kommunikation ohne Worte, dem Denken näher als dem Sprechen, eine fast philosophische Tätigkeit! Erst mit den modernen Medien ist Küssen zu einem globalen Phänomen geworden, doch durch die Medien droht dem Küssen heute auch der Untergang. Zeit, dieser romantischsten aller Berührungsformen nachzugehen und ihr Geheimnis zu entschlüsseln.
Hektor Haarkötter, geb. 1968, ist Professor für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt politische Kommunikation an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Er studierte u.a. Philosophie, Geschichte, Deutsche Philologie und Soziologie in Rom, Düsseldorf und Göttingen und arbeitete als Journalist und Fernsehregisseur. Ehrenamtlich ist er geschäftsführender Vorstand der Initiative Nachrichtenaufklärung, die jedes Jahr die »Top Ten der vergessenen Nachrichten« veröffentlicht. Für seine Arbeiten hat er zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, u.a. den Columbus Filmpreis in Gold.









