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Passivität aus Passion

Zur Problemgeschichte einer 'categoria non grata'
ISBN:
978-3-16-149170-2
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
08.03.2010
Reihe:
Hermeneutische Untersuchungen zur Theologie
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
560
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Passivität aus Passion fragt nach der Herkunft der Theologie aus Passion. Welchen Sinn hat es, von Passivität zu sprechen, wenn Theologie als Interpretation der Passion entsteht?
Passivität (gr. Pathos) ist eine nicht nur theologisch fundamentale Kategorie, die als Figur des Dritten im Verhältnis von Ethos und Logos zu verstehen ist. Gegen die Geschichte des Verschwindens dieser ungeliebten Kategorie wird der Pathosbegriff in das spannungsvolle Verhältnis von Ethos und Logos eingezeichnet, ausgehend von Aristoteles, in Auseinandersetzung mit Augustin, Thomas von Aquin, der deutschen Mystik und der lutherischen Theologie der Reformation sowie im Dialog mit der Phänomenologie unter anderem von Husserl und Waldenfels. In 'passiver Reduktion' führt Philipp Stoellger Ethos und Logos hermeneutisch auf das ihnen vorausgehende Pathos zurück. Die 'vita passiva' erscheint dann als Leben aus 'kreativer Passivität': als Passivität aus Passion.
Biografische Anmerkung
Geboren 1967; Studium der Ev. Theologie und Philosophie; 2000 Promotion; 2006 Habilitation; 2007-15 Lehrstuhl für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Universität Rostock; seit 2015 Professor für Systematische Theologie, Dogmatik und Religionsphilosophie an der Universität Heidelberg; Leiter der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg.