Politischer Streik.
ISBN:
978-3-428-18950-2
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
11.07.2023
Reihe:
Abhandlungen zum deutschen und internationalen Arbeits- und Sozialrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
358
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Der Staat schafft und gestaltet Arbeitsmärkte insbesondere in frauendominierten Branchen. Dennoch dürfen Gewerkschaften den Staat in dieser Funktion nicht mit Forderungen adressieren. Das Verbot des politischen Streiks begründen Rechtsprechung und Rechtswissenschaft mit dem Tarifbezug. Die Auseinandersetzung von Hans Carl Nipperdey, Ernst Forsthoff und deren Opponent Wolfgang Abendroth anlässlich des Zeitungsstreiks im Jahr 1952 legte den Grundstein für das deutsche Streikrechtsverständnis. Der Tarifbezug und das Verbot des politischen Streiks sind bis heute auf die Argumente Nipperdeys und Forsthoffs zurückzuführen, obwohl sie im Widerspruch zur grundgesetzlichen Dogmatik stehen. Eine vom Tarifbezug unabhängige Begründung des Streikrechts hingegen ist möglich. Der politische Streik kann vor dem Hintergrund völkerrechtsfreundlicher Auslegung des Grundgesetzes rechtmäßig sein. Ansatzpunkte für eine Umsetzung dieser Neukonzeption des Streikrechts finden sich in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und Bundesarbeitsgerichts.
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Biografische Anmerkung
Theresa Tschenker studied law at Humboldt-Universität zu Berlin. Since 2017 she was working as an academic researcher at European University Viadrina, Chair for Civil Law and Labour Law, Center for Interdisciplinary Labour Law Studies. Her doctoral thesis was mentored by Prof. Dr. Eva Kocher. As an academic researcher she worked in the project »Models of live-in care« of the Hans Böckler Foundation and took a research stay at the Department of Mercantile and Labour Law, University of the Western Cape, South Africa. At the moment she is conducting her legal clerkship at the Kammergericht Berlin with stations at a labour law firm for em-ployees and at the labour court in Berlin.









