Facebook Pixel

Schlüsseltexte des Internationalen Privatrechts des 14. bis 17. Jahrhunderts

Materialien und Übersetzungen
ISBN:
978-3-16-200404-8
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
29.10.2026
Herausgeber:
Bearbeiter:
Reihe:
Materialien zum ausländischen und internationalen Privatrecht
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
506
Ladenpreis
132,70 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Beim Kauf dieses Artikels handelt es sich um eine Vorbestellung. Der angegebene Preis kann sich gegebenenfalls noch ändern.
Updates zu dieser Vorbestellung erhalten?
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.

Dieser Band bietet Einblicke in zentrale Texte des gelehrten Internationalen Privatrechts des 14. bis 17. Jahrhunderts in Original und Übersetzung. Die Wurzeln des modernen Internationalen Privatrechts liegen im späten Mittelalter. Besondere Bedeutung erlangten die kollisionsrechtlichen Arbeiten der norditalienischen Juristen Bartolus de Saxoferrato (1313-1357) und Baldus de Ubaldis (1327-1400), die ab dem 16. Jahrhundert in weiten Teilen Europas rezipiert wurden. In ihren Abhandlungen definierten sie die territoriale sowie personale Reichweite miteinander konkurrierender mittelalterlicher Stadtrechte (statuta) sowie Gewohnheitsrechte (consuetudines) nach Maßgabe der gesetzgeberischen iurisdictio.
Charles Dumoulin (1500-1566) und Bertrand d'Argentré (1519-1590) griffen die spätmittelalterlichen Erwägungen auf und übertrugen sie auf die kollisionsrechtlichen Herausforderungen ihrer Zeit in Bezug auf die Anwendbarkeit französischer Coutumes. Im 17. Jahrhundert waren es dann niederländische Autoren wie Paulus Voet (1619-1667), Ulrik Huber (1636-1694) und Johannes Voet (1647-1713), die sich nach dem westfälischen Frieden mit den Souveränitätsbestrebungen der niederländischen Provinzen konfrontiert sahen. Sie griffen die norditalienischen ebenso wie die französischen Lehren auf und entwickelten auf ihrer Grundlage ein neues Verständnis des Kollisionsrecht ausgehend vom Prinzip der comitas gentium.

Biografische Anmerkung
Kristin Boosfeld (Herausgegeben von)
ist Universitätsprofessorin für Bürgerliches Recht und Nebengebiete, ausländisches und europäisches Privatrecht sowie Direktorin des Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht, Abt. 1, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Konstantin Liebrand (Übersetzt von)
ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Geschäftsführer am Institut für Rechtsgeschichte der Universität Münster.