Theorie des verfassungsrechtlichen Gleichheitssatzes
ISBN:
978-3-9583233-8-4
Auflage:
1. Auflage 2023
Verlag:
Velbrück
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
16.06.2023
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
308
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»Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich« – so heißt es in Artikel 3 des Grundgesetzes. Nach klassischem Verständnis wird damit vom Recht und seinen Akteuren verlangt, Gleiches gleich und Ungleiches ungleich zu behandeln. Doch was ist dieses Gleiche bzw. Ungleiche, an dem sich die Gleich-/Ungleichbehandlung zu orientieren hat?
Hans von Gleichenstein geht der Frage mit den Mitteln der Systemtheorie Niklas Luhmanns nach. Er zeigt, dass Gleichheit vom Recht selbst nicht adäquat begriffen werden kann. Sie gibt diesem vielmehr auf, sich vorrangig an außerrechtlichen Sozialsystemen auszurichten. Erst dadurch wird aus einem arbiträren Spiel mit Worten ein gehaltvolles Kriterium in Entscheidungsbegründungen, Gesetzestexten sowie bei deren verfassungsgerichtlicher Überprüfung. Gleichbehandlung verlangt dann, wie die Studie auch an Beispielen aus der Dogmatik und der Entscheidungspraxis des Bundesverfassungsgerichts plausibilisiert, die Respektierung der Grenzen anderer vom Recht zu regulierender Sozialsysteme und die gleiche Chance aller Individuen auf unbeschränkte Teilhabe an allen gesellschaftlichen Funktionssystemen.
Schlagwörter
Rechtstheorie
Systemtheorie
Rechtssoziologie
Teilhabe
Konstruktivismus
Allgemeiner Gleichheitssatz
978-3-95832-338-4
herkömmliche Gleichheitsdogmatik
Recht und soziale Wirklichkeit
Systemtheorie und kritische Theorie
Deontologisierung
Orientierung an Systemgrenzen
Systemrationalität
Menschen als Systemumwelt
Inklusion/Exklusion
herkömmliche Dogmatik des Gleichheitssatzes
Biografische Anmerkung
Hans von Gleichenstein studierte Rechtswissenschaften in Freiburg, Genf und Hamburg und legte dort 1971 das erste und 1977 das zweite Staatsexamen ab. 1976 wurde er an der Universität Bremen mit einer rechtssoziologischen Arbeit promoviert. Von 1978 bis 2012 war er (Mit-) Inhaber einer vorwiegend wirtschaftsrechtlich ausgerichteten Anwaltskanzlei in München und dabei forensisch und publizistisch im Bereich des Insolvenzrechts und hauptsächlich als Insolvenzverwalter tätig. Seit Beendigung seiner Anwaltstätigkeit liegt sein wissenschaftlicher Schwerpunkt im Bereich der Rechtssoziologie und Rechtstheorie.









