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Wahlfeststellung und Straftheorie

Zur strafzwecktheoretischen Legitimation von gesetzesalternativen Verurteilungen
ISBN:
978-3-428-19149-9
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
02.09.2025
Reihe:
Strafrechtliche Abhandlungen. Neue Folge
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
419
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Die strafzwecktheoretische Untersuchung überprüft, ob und inwiefern der Angeklagte wahlweise wegen verschiedener Delikte verurteilt werden darf. Der Arbeit liegt die Überlegung zugrunde, dass sich die richterliche Überzeugung iSd. § 261 StPO für den Fall, dass sie sich alternativ auf zwei Delikte bezieht, hilfsweise auf diejenigen Umstände stützen darf, die aus Sicht der Strafzwecktheorien jeweils dazu geeignet sind, ihren Legitimationsgegenstand – bestehend aus Strafgrund und Strafzumessung – zu begründen. Sieht sich das Gericht außerstande, eine Überzeugung hinsichtlich eines konkreten Delikts zu bilden, ist es ausreichend, aber auch erforderlich, wenn es subsidiär eine eindeutige Feststellung hinsichtlich der maßgeblichen strafbegründungs- und strafzumessungsrelevanten Umstände trifft. Da die strafzweckspezifischen Umstände stets eindeutig feststellbar sind, ist der Angeklagte im Ergebnis – entgegen der herrschenden Meinung in Rechtsprechung und Literatur –, nicht nur dann wahlweise zu verurteilen, wenn die alternierenden Delikte rechtsethisch und psychologisch vergleichbar sind, sondern stets wahlweise zu verurteilen.
Biografische Anmerkung
Lennart Stieger-Greger studied law at Christian Albrecht University in Kiel from 2014 to 2019. After completing his first state law examination, he worked as a research assistant at the Institute for Criminal Sciences at the Chair of Prof. Dr. Andreas Hoyer at Christian-Albrechts-Universität zu Kiel from 2019 to 2023 while pursuing his doctorate. He completed his legal clerkship from 2022 to 2024 in the district of the Schleswig-Holstein Higher Regional Court. He has been working as a lawyer in Hamburg since 2024.