Die Legitimität des Verbots der Auslandsbestechung
ISBN:
978-3-428-19179-6
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
10.07.2024
Reihe:
Schriften zum Strafrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
295
Lieferung in 3-4 Werktagen
Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
§ 335a StGB stellt ausländische Amtsträger deutschen Amtsträgern für die Tatbestände der Bestechung und Bestechlichkeit gleich – unabhängig von der Strafbarkeit nach ausländischem Recht. Die Vorschrift beruht auf internationalen Übereinkommen, die jedoch zu undifferenziert im nationalen Recht umgesetzt wurden. Ausgehend von einer durch die Rechtsgutslehre modifizierten Verhältnismäßigkeitsprüfung wird untersucht, ob und unter welchen Voraussetzungen sich die Vorschrift auf ein legitimes Schutzgut stützen lässt. Insbesondere wird das Verhältnis von Korruption und Menschenrechtsverletzungen erörtert. Darüber hinaus wird die staatensouveränitätsbezogene Dimension der Strafgewaltserstreckung mit ihren Auswirkungen auf die materielle Strafnorm geklärt. Am Ende steht das Ergebnis, dass es sich bei Auslandsbestechung um kein nach dem Weltrechtsprinzip verfolgbares Delikt handelt. Naheliegend wäre eine Strafbarkeit zum Schutz ausländischer Verwaltungen. Hierfür müsste der Schutz aber einem Stellvertretungsgedanken folgen.
Schlagwörter
Biografische Anmerkung
Alexander Ponader studied law in Augsburg and Washington, DC. He then obtained his doctorate at the Chair of Criminal Law and Criminal Procedural Law of Prof. Dr. Luís Greco, LL.M. at the Humboldt University of Berlin. While writing his dissertation, he worked at the chair of Prof. Dr. Gassner in Augsburg, in a German business law firm, and for a member of the German Bundestag. He completed his legal clerkship at the Berlin Appellate Court.









