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Demokratische Intermediäre

Eine Neubestimmung der verfassungsrechtlichen Aufgaben von Parteien und politischen Vereinigungen bei der politischen Willensbildung
ISBN:
978-3-16-164900-4
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
17.03.2026
Autoren:
Reihe:
Beiträge zum Organisationsverfassungsrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
320
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Parteien wird im Grundgesetz die demokratische Aufgabe überantwortet, an der politischen Willensbildung mitzuwirken. Andere politische Vereinigungen sind dort nicht erwähnt. Vor dem Hintergrund der verbreiteten Unzufriedenheit mit Parteien erscheint diese Konzentration auf sie veraltet: Warum sind es allein Parteien, die nach Lesart des Grundgesetzes als demokratische Intermediäre Vereinfachungsleistungen bei der politischen Willensbildung erbringen sollen? Wäre es nicht zeitgemäßer, diese Aufgabe auch für andere politische Vereinigungen zu öffnen? Jan Keesen analysiert diese Konzeption des Grundgesetzes kritisch. Er arbeitet heraus, dass Parteien in einer singularisierten Gesellschaft nicht mehr dazu geeignet sind, inhaltliche Interessen von Bürgerinnen und Bürgern aufzunehmen und in politischen Entscheidungen umzusetzen. Politische Vereinigungen könnten diese Aufgabe übernehmen, werden vom Grundgesetz jedoch ignoriert. Diese Lesart ist nicht zwingend: Beide Organisationsformen erbringen als demokratische Intermediäre Unterstützungsleistungen bei der politischen Willensbildung. Sie erfüllen damit ähnliche Funktionen, allerdings auf unterschiedliche Weise. Davon ausgehend schlägt Jan Keesen eine veränderte Interpretation der verfassungsrechtlichen Rolle von Parteien und politischen Vereinigungen vor, die die Funktionsdefizite der Parteien aufgreift und die demokratischen Potenziale einer direkteren Einbindung politischer Vereinigungen erschließt.
Biografische Anmerkung

Geboren 1995; Studium der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Wiesbaden und an der Queen's University School of Law, Kingston (Ontario); 2018 Erste Juristische Prüfung; 2019 M.A. Wirtschaftswissenschaften; 2018-22 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Empirische Rechtsforschung und Rechtsökonomik der EBS Universität für Wirtschaft und Recht; 2021 Visiting Doctoral Researcher an der NYU School of Law, New York City; 2022-24 Rechtsreferendariat am LG Wiesbaden; 2024 Zweites Juristisches Staatsexamen; 2025 Promotion; Rechtsanwalt in Köln.
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