Facebook Pixel

Der Weg in die "Digitalisierung" der Gesellschaft

Was können wir aus der Geschichte der Informatik lernen
ISBN:
978-3-7316-1461-6
Verlag:
Metropolis
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
10.02.2021
Herausgeber:
Format:
Buch
Seitenanzahl:
407
Ladenpreis
35,80 EUR (inkl. MwSt. zzgl. Versand)
Lieferung in 3-4 Werktagen Versandkostenfrei ab 40 Euro in Österreich
Hinweis: Da dieses Werk nicht aus Österreich stammt, ist es wahrscheinlich, dass es nicht die österreichische Rechtslage enthält. Bitte berücksichtigen Sie dies bei ihrem Kauf.
Angeblich revolutioniert die missverständlich als „Digitalisierung“ bezeichnete Informatisierung alle Bereiche unseres Zusammenlebens. Der Informationstechnik werden dabei oft Wunderwirkungen zugeschrieben. Das geschah auch schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, als man vom kybernetischen Denken und vom Wirken der „Elektronengehirne“ eine bessere Gesellschaft erwartete. Seitdem wurden solche überschwänglichen Erwartungen immer wieder geschürt und genauso oft enttäuscht.

Aus diesen Enttäuschungen, aber auch aus den unbestreitbaren Erfolgen der Informationstechnik wollen die Beiträge des Buchs Lehren für die Zukunft ziehen. Gegebenes formulieren sie neu, verloren Geglaubtes bringen sie wieder zum Vorschein, aber sie legen auch dar, wo wir völlig neu denken müssen. Die Autoren, unter denen einige schon seit einem halben Jahrhundert die Entwicklung beobachtet und mitgestaltet haben, fragen, wie weit schon Gedachtes heute noch hilfreich ist, um ein klares Bild der Informatisierung der Gesellschaft und ihrer Implikationen zu zeichnen.

Inhalt:
Klaus Lenk / Jörg Pohle: Einleitung
Frieder Nake: Informatisierte Gesellschaft, informatisierte Organisation, informatisierte Arbeit
Klaus Fuchs-Kittowski: Informatik im Spannungsfeld zwischen formalem Modell und nichtformaler Welt
Peter Brödner: „Machines that think“ – die KI-Illusion und ihre Wurzeln
Rainer Fischbach: Gestaltung soziotechnischer Systeme
Reinhard Keil: Kontextuelle Informatik
Werner Rammert: Informatisierte Gesellschaft und Künstliche Intelligenz gestern und heute – Von der Forschungsnische zum ubiquitären Innovationsfeld
Klaus Lenk: Informationstechnik und Organisation
Ernst Lukas: Niklas Luhmann als Pionier der Informatik
Ulrich Frank: Die (Wirtschafts-)Informatik in Zeiten der digitalen Transformation. Einige Anmerkungen und Thesen
Arno Rolf: Das MikroPolis-Modell – Ein Rahmenwerk für die transdisziplinäre Forschung zu Informationssystemen in der Gesellschaft; Rückblick und Ausblick
Jörg Pohle: „Eine juristische Disziplin der Zukunft“ – An der Schnittstelle von Recht und Informatik
Hansjürgen Garstka: Rechtskybernetik als Gründungsdisziplin
Wolfgang Kilian: Digitalisierte Informationen im Rahmen einer IT-anknüpfungsfähigen Juristischen Methodenlehre
Tom Gordon: Juristische Argumentation als Modellierungsprozess
Herbert Kubicek: 30 Jahre Digitale Alterslücke – und kein Ende in Sicht
Jörn von Lucke: Was können wir aus der Geschichte des Electronic Governments lernen?
Klaus Lenk: Verwaltungsinformatik: Leitbilder und Narrative der Technisierung des Regierens und Verwaltens