Informationelle Selbstgefährdung
ISBN:
978-3-16-154493-4
Verlag:
Mohr Siebeck
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
03.06.2016
Reihe:
Grundlagen der Rechtswissenschaft
Format:
Hardcover
Seitenanzahl:
453
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Die globale Datenverarbeitung zehrt an tradierten Freiheitsvorstellungen. Das Datenschutzrecht soll informierte und freiwillige Entscheidungen über die Preisgabe persönlicher Informationen und Schutz gegen überwachungsbedingte Verhaltensanpassungen gewährleisten. Aber kann das Recht dies überhaupt? Yoan Hermstrüwer geht dieser Frage nach. Mithilfe spieltheoretischer, verhaltensökonomischer und empirischer Methoden analysiert er die bei der datenschutzrechtlichen Einwilligung zu bewältigenden Entscheidungsprobleme und die Auswirkungen der Datenverarbeitung auf unser Verhalten. Die verhaltenswissenschaftliche Hinterfragung der datenschutzrechtlichen Regelungsprinzipien muss nicht mit einer Hinwendung zum liberalen Paternalismus einhergehen. Das Datenschutzrecht kann aber nur steuerungsfähig bleiben, wenn es die Rationalität informationeller Selbstbestimmungsentscheidungen und die Wechselwirkungen zwischen Recht und sozialen Normen berücksichtigt.
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Biografische Anmerkung
Geboren 1984; Studium der Rechtswissenschaften und Islamwissenschaften in Freiburg, Paris (Université Paris-Panthéon-Assas) und Bonn; 2013 Visiting Researcher an der Yale Law School; 2014-16 Rechtsreferendariat im OLG-Bezirk Köln; 2015 Promotion (Dr. iur.); bis 2023 Senior Research Fellow am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern, Bonn; 2020 Promotion (Dr. rer. pol.); 2021 Lecturer an der University of Michigan Law School; 2023 Habilitation; seit 2023 Assistenzprofessor für Legal Tech, Law and Economics, und Ãffentliches Recht an der Universität Zürich.









