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Richtlinienkonforme Auslegung und Fortbildung von Tarifverträgen.

ISBN:
978-3-428-18158-2
Verlag:
Duncker & Humblot
Land des Verlags:
Deutschland
Erscheinungsdatum:
05.05.2021
Autoren:
Reihe:
Schriften zum Sozial- und Arbeitsrecht
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
374
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Es ist seit langer Zeit anerkannt, dass Gesetze richtlinienkonform auszulegen und fortzubilden sind. Ob auch Tarifverträge richtlinienkonform ausgelegt und fortgebildet werden müssen, ist jedoch ungeklärt. Die Tarifnormen wirken zwar ähnlich wie Gesetze. Zugleich sind Tarifverträge aber privatrechtliche Verträge. Die Arbeit beantwortet die Forschungsfragen differenziert. Die Gerichte für Arbeitssachen sind weder aufgrund des nationalen Rechts noch des Unionsrechts verpflichtet, Tarifverträge privater Tarifvertragsparteien richtlinienkonform auszulegen und fortzubilden. Demgegenüber sind Tarifverträge staatlicher Tarifvertragsparteien zugunsten der Arbeitnehmerseite richtlinienkonform auszulegen und fortzubilden. Abschließend beleuchtet die Arbeit den Richtlinieneinfluss in Konstellationen, in denen die Exekutive die Geltung tarifvertraglicher Regelungen erstreckt – also den Einfluss auf allgemeinverbindliche Tarifverträge sowie Rechtsverordnungen, die auf Grundlage von §§ 7, 7a AEntG erlassen werden. Die Arbeit wurde mit dem Dissertationspreis des Hamburger Vereins für Arbeitsrecht und dem KLIEMT.Arbeitsrecht-Dissertationspreis ausgezeichnet.
Biografische Anmerkung
Matthias Münder studied law at Bucerius Law School in Hamburg and at Boston University School of Law, USA. After passing the First State Exam he worked for Prof. Dr. Matthias Jacobs at the Chair of Civil Law, Labour Law and Law of Civil Procedure at Bucerius Law School from January 2020 until June 2020. During this period, he wrote his dissertation under the supervision of Prof. Jacobs. Since February 2020 he is a clerk at the Hanseatic Higher Regional Court, Hamburg and in that capacity has worked i.a. for the German Federal Ministry of Labour and Social Affairs and at the Regional Labour Court Hamburg.