Gegen das Vergessen
ISBN:
978-3-03-910681-3
Verlag:
Peter Lang Group AG, International Academic Publishers
Land des Verlags:
Schweiz
Erscheinungsdatum:
06.09.2005
Format:
Softcover
Seitenanzahl:
400
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Die Bewältigung einer durch massive Verbrechen geprägten Vergangenheit als Gegenstand des interdisziplinären Konzepts der transitionalen Justiz stellt betroffene Gesellschaften vor grösste Herausforderungen. Wie soll die Verantwortung für Verbrechen etabliert werden? Soll die Vergangenheitsbewältigung ebenfalls der Wahrheitsfindung verpflichtet sein, und wie lassen sich Reparationsansprüche der Opfer erfüllen? Das Angehen dieser delikaten Fragen prägt den komplexen Versöhnungsprozess. Der Weg, den Rwanda zur Bewältigung des Genozids gegenwärtig beschreitet, lässt aufhorchen, denn er ist in seiner Form einzigartig. Die Führung dieses versehrten Landes griff auf die alte Tradition der Gacaca-Gerichtsbarkeit zurück und veranlasste, dass die Bevölkerung unter der Leitung von Laienrichtern über Genozidverbrechen urteile und die Wahrheitsfindung vorantreibe. Die Frage, inwieweit und unter welchen Bedingungen Justiz, Wahrheitsfindung und Reparation durch die nun modernisierte Gacaca-Gerichtsbarkeit ermöglicht werden und den Versöhnungsprozess fördern, steht im Zentrum dieser Untersuchung.
Schlagwörter
Justiz
Völkermord
Gerichte
Genozid
Vergangenheitsbewältigung
Versöhnung
Rwanda
Vergessen
Wahrheitsfindung
Mechanismen
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Ausdifferenzierung
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Gacaca-Gerichtsbarkeit /Rwanda
Genozid /Rwanda
Mechanismus transitionaler Justiz
Sandrine
Transitionale Justiz
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Vergangenheitsbewältigung /Rwanda
Wahrheitsfindung /Rwanda
Biografische Anmerkung
Die Autorin: Sandrine Schilling, geboren 1974 in Luzern. Studium der Ethnologie, Soziologie und des Völkerrechts an der Universität Zürich. 2001 bis 2003 wissenschaftliche Assistentin am Soziologischen Seminar der Universität Luzern. Die Promotion an der Philosophischen Fakultät der Universität Zürich erfolgte im Jahre 2004.









